Mittwoch, 16. März 2011

Epiphany



Als ich meiner Therapeutin erklärte, dass ich nicht mal mehr annähernd daran glaube, dass es ein Happy End gibt, dass es Hoffnung gibt darauf, dass IRGENDETWAS irgendwann gut laufen wird, meinte sie, dass das auch gar nicht nötig ist.
Für andere Menschen ist das vielleicht selbstverständlich, aber für mich war es eine Erkenntnis zu erfahren:

Es kommt nicht darauf an zu glauben, dass alles so werden wird, wie wir es uns wünschen.
Es kommt darauf an zu glauben, dass man zurecht kommen wird, irgendwie überleben und weitermachen wird, auch wenn sich die Dinge nicht so entwickeln, wie man sich das wünscht.

Und nach allem, was ich schon erlebt habe, kann mir NICHTS mehr Angst machen.

Sonntag, 13. März 2011

Just 'cause you're breathing, don't mean you're alive.


Die meisten Menschen denken, ich sei einfach nur ein bisschen gedankenverloren, ich sei "verplant". Aber sie erkennen nicht das Ausmaß, meiner Verlorenheit. Ich bin wirklich um einiges verrückter, als sie mir zutrauen würden. Wenn ich vor mich hin starre, wenn ich nicht mitbekommen habe, dass jemand mit mit spricht - dann bin ich tief begraben unter einer Flut aus Gedanken, die über mich hereinbricht und mich zu erschlagen droht. Wenn man die Tür ein mal öffnet, um über eine Kleinigkeit nachzudenken, dann birst sie offen und ALLES strömt mit in meinen Kopf. Ich kann mich nicht mal mehr am Initialgedanken festhalten, egal, wie sehr ich es versuche. Ich weiß nicht mehr, worüber ich nachdenken wollte, ich weiß nichtmal, worüber ich nachdenke. Weil sich die Gedanken überschlagen wie Flutwellen und ständig wechseln, mich hin und her werfen. Wie ein Gedankenmeer legen sie sich über mich, dämpfen alles, was von außen versucht, zu mir durchzudringen, die Stimmen werden unverständlich und leise, es wird dunkler, immer dunkler...
Mit viel Konzentration erkenne ich Licht. Da ist ein Mensch, er spricht anscheinend zu mir. Ich konzentriere mich auf seine Lippen und langsam, ganz langsam beginne ich zu hören. Minuten später beginne ich zu begreifen, was er sagt, einzelne Worte auszumachen. Und dann bin ich wieder da, ein wenig verwirrt aber anwesend. Absolut auf der Hut vor der nächsten Flut und ängstlich, diese könnte diejenige sein, die mich endgültig unter sich begräbt und aus der ich nicht mehr zurückfinde...
Das ist ein bisschen mehr als "gedankenverloren".... das ist gedankenertränkt.

Freitag, 11. März 2011

The Voice in my Head


Diese Stimme in meinem Kopf... die immer wieder ertönt, wenn ich zu hoffen wage. Die mich zu Boden wirft, wenn ich mich gerade aufgerichtet hatte... die versucht alles, was mich ausmacht, zu denunzieren... diese Stimme, sie ist deine. Sie sagt mir vor jeder großen Aufgabe, dass ich es gar nicht zu versuchen brauche, weil ich sie eh nicht bewältigen werde. Wenn ich in den Spiegel sehe und mich ausnahmsweise nicht verachte... dann sagt sie mir, wie wertlos ich bin. Und wenn ich dann scheitere, lacht sie... sie lacht so laut und selbstgefällig, dass ich fast verrückt werde, so laut, dass ich meinen Kopf in beiden Händen halten muss, aus Angst, andernfalls könnte er explodieren. 
Aber jetzt, da ich erkannt habe, dass diese deine Stimme ist und nicht meine... nun kann ich mich gegen sie wehren. Denn das ist MEIN Kopf und ganz allein ICH bestimme, wer und was darin herumgeistert. DU hast nichts mehr in meinem Leben zu suchen, und genauso wenig in meinem Kopf. Deine Meinung war mir immer zuwider. Behalte deine Zweifel für dich! Denn in Wirklichkeit... spiegeln sie nur deine eigene Unsicherheit, dein Misstrauen in die Menschen, deine Bitterkeit. Ich bin GUT, ich bin schön und ich kann alles schaffen, was ich will. Du wirst untergehen, weil ICH dich besiege!

Mittwoch, 9. März 2011

Wahrnehmungsdiffusion

Ich habe heute mal wieder darüber nachgedacht, ob all das, was mir angetan wurde, wirklich so schlimm ist, wie es sich für mich anfühlt... oder ob ich mir das nur einbilde. Ich habe mal wieder zu euren Gunsten gedacht, euch geglaubt, dass es alles "halb so schlimm" ist, dass ich es falsch wahrnehme. Ich dachte, vlt ist es eigentlich ganz anders, aber ich sehe es nicht. So wie Hunde Gerüche sehen, die auch wirklich da sind, die wir aber nicht einmal annähernd wahrnehmen können.
Und dann dachte ich...
... was wenn? Selbst wenn nur ich das so wahrgenommen hätte, dann hieße das, dass es in meiner Realität auch so eingetreten ist. Denn dadurch, dass ich etwas wahrnehme, wird es für mich real. Und ich bekomme davon Herzrasen und nasse Hände und es schnürt mir die Luft ab. Weil es real ist. Eigentlich gibt es so viele Paralleluniversen, wie Lebewesen auf der Erde. Schließlich nimmt JEDER ALLES anders wahr und für ihn persönlich ist es dann auch real existent. Wenn ich mit dem Auto fahre und sehe am Straßenrand scheinbar eine Freundin gehen, dann wird sie in meiner Realität für immer an diesem Tag da gewesen sein, insofern mich niemand eines Besseren belehrt.
Realität ist relativ.

Und außerdem: Ich habe es mir NICHT eingebildet. Und auch wenn ihr versucht mir einzureden es wäre so, klebt die Schuld wie fremdes Blut für immer an euch und wird euch irgendwann erdrücken. Ich glaube an Karma. Ich werde euch dann vom Himmel aus zuwinken, wenn ihr in der Hölle schmort.

Mother




Du dachtest nie, dass ich gut bin und mir schlechtes widerfährt. Du bist immer einfach davon ausgegangen, dass ich ein schlechtes Kind bin. Du hast nie gefragt, warum ich auf einmal so war. Du hast nie gefragt, warum ich von einem Tag auf den anderen nur noch Albträume hatte.

Wenn ich weinte, sagtest du ich sei schwach. 
Wenn ich Angst hatte, meintest du ich sei feige. 
Wenn ich deine Hilfe brauchte fandest du mich lästig. 

Aber du hast nie die Möglichkeit in Betracht gezogen, 
dass mich Menschen zum weinen brachten,
dass ich berechtigterweise Angst hatte,
dass ich es allein nicht schaffen konnte.

Das schlimmste, was einem Kind passieren kann, sind seine Eltern.

Montag, 7. März 2011



LOVE is like a brick.
you can build a house
or you can sink a dead body.


i see things you don't see.
i just don't know if that makes ME crazy or YOU ignorant.